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Does your mother know?
Songtitel der Gruppe ABBA
 

Der Kinofilm zum Erfolgsmusical „Mamma Mia“ räumte im Sommer 2008 alles ab, was man abräumen konnte. In einer Zeit, in der das Kino mit schwindenden Zuschauerzahlen zu kämpfen hat, spielte sich der Film wahrlich in die Herzen der (meist weiblichen) Zuschauer.

Erfolg lässt sich in diesem Fall in Zahlen messen: weltweit spielte der Film von Regisseurin Phyllida Lloyd, 566,6 Millionen US-Dollar ein, davon alleine $ 107,7 Millionen in den USA, was den bisherigen Rekord von „Titanic“ um $ 200.000,- übertraf.

Damit ist „Mamma Mia“ die erfolgreichste Musicalverfilmung aller Zeiten und verweist „Grease“ und “Chicago“ (in dem Christine auch mitspielte) auf die hinteren Plätze.

Basierend auf der Musik der schwedischen Popband ABBA reiht der Film die beliebtesten Hits aneinander und verpackt sie in einer Geschichte über Liebe, Verwechslungen und (nie zu) späte Erkenntnisse.

Obwohl von einigen Kritikern als zu seicht, oberflächlich und „irgendwie peinlich“ abgetan, löste der Film ganze Begeisterungstürme und eine nie geahnte Welle an Karaoke aus.

Christine spielt Tanja, eine mehrfach geschiedene, reiche Freundin von Donna (Meryl Streep), die gerne ein Glas in der Hand hält und Designermode trägt. Manche Ideen sind eben nicht neu.

Einer der Highlights des Films ist sicher die Nummer „Does your mother know“, in der Christine umringt von jungen stattlichen Tänzern am Strand ihre Gesangs- und Tanzqualitäten unter Beweis stellt.

Harte Arbeit stecken in diesen 5 Minuten Film, denn Christine nimmt die Sache ernst, verlässt sich nicht auf Kamera und Schnitt, sondern trainiert intensiv monatelang diese Choreographie.

„Mamma Mia“ wird zum Erfolgszug für das Triumvirat Meryl Streep, Julie Walters und Christine, die immer wieder während der Pressearbeit ihr gutes und freundschaftliches Verhältnis miteinander loben und von ihren Freitagabend-Martinis schwärmen. Solche Geschichten hört man gerne aus einer Berufssparte, die eher für ihren erbarmungslosen Konkurrenzkampf und „Zickenkrieg“ bekannt ist.

Der Film lieferte einen willkommenen Gegenentwurf zu den harten Actionthrillern und Kriegsdramen des Sommers 2008.

Während die Weltwirtschaft langsam in ein tiefes schwarzes Loch fiel und der amerikanische Traum immer mehr zum Albtraum wurde, laufen solche Filme offene Türen und Herzen ein.

Ein bisschen Spaß muss sein und so kann man auch die Schlussszene des Films verstehen: hier tanzen 3 Frauen, die zusammen 173 Jahre auf die Beine bringen, aber alles andere als antiquiert daher kommen. Soviel Lebensfreude ist ansteckend und lässt einen unwillkürlich aus dem Sessel aufspringen und lauthals ins nächste  imaginäre Mikrofon „Dancing Queen“ singen!

An Erfolg kann man sich gewöhnen. Christine kehrte an den Broadway zurück und spielte in der Slapstick-Komödie „Boeing Boeing“ von Marc Camoletti die französische Hausdame „Berthe“. Die rasante „Tür-auf-Tür-zu“ Komödie über einen Architekten, der drei Affären gleichzeitig handhaben muss, erwies sich als äußerst erfolgreich und als Publikumsmagnet.

 
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