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Nur wer seine Wurzeln kennt, weiß, wo sein Zuhause ist!

Wie schon beschrieben, stammt Christine aus einer Familie mit Sinn für ihre polnische Herkunft. Auch ihr Bruder Michael engagierte sich zu Lebzeiten entsprechend, war Präsident des „Polish Singing Circle“ und Mitglied der „Polish National Alliance“.

Es war daher sicher auch eine Frage der Ehre, dass sie 2005 dem Dokumentarfilm „POLONIA: WESTERN NEW YORK’S POLISH-AMERICAN LEGACY“ des Fernsehsenders WNED ihre Stimme lieh.

Die Produzentin des Films Christy May, erinnert sich:

„When I met Christine in New York to record the narration, she told me what an emotional experience it had been just reading through the script. Christine’s career took her away from Western New York, and through the years, she has lost many of her family members that drew her back for visits. She talked about her family, especially her grandparents and the stories they told her about growing up in Western New York’s Polonia. She shared how their involvement with Polish theatre groups and singing societies had inspired her own career. When we parted, Christine asked for several copies of the program; she mentioned wanting to share them with her daughters.“

„Als ich Christine damals in New York traf, während des Einsprechens ihres Textes, erzählte sie mir, wie emotional sie das berührt hätte, nur das Skript zu lesen. Christines verließ Western New York auf Grund ihrer Karriere und kehrte aber immer wieder auf Grund von Todesfällen in der Familie zurück. Sie berichtete mir von ihrer Familie, besonders von ihren Großeltern und den Geschichten, die sie ihr erzählt hatten über Western Polonia. Von deren Mitarbeit im polnischen Theater und Gesangsgruppen und wie das ihre eigene Karriere beeinflußt hätte. Als wir uns trennten, fragte Christine nach einigen Kopien des Films, um sie mit ihren Töchtern teilen zu können.“

Der Film schildert die Geschichte der polnischen Emigranten seit 1837 in Buffalo/Erie County und dokumentiert eindrücklich die Verbundenheit der Emigranten, ihr polnisches Kulturgut in eine vorhandene amerikanische Gesellschaft zu verpflanzen und ihre religiöse Identität beizubehalten.

1/3 der heutigen Bevölkerung in Erie County sind polnischer Herkunft. Überlieferte Traditionen verlieren sich immer schneller im Fortgang der Zeit und einer Nation, die aus so vielen Kulturen besteht wie die amerikanische.

Auch Christine hatte das Gefühl, ihren Töchtern eine Erinnerung hinterlassen zu müssen, die ihnen verdeutlicht, woher ihre Wurzeln stammen.

“All those traditions, I now pass them on to my own daughters. I can't wait to show the documentary to my daughters. One of the main reasons I did it was that they would always have a document of what their mother's background was and their heritage."

“All diese Traditionen reiche ich jetzt an meine Töchter weiter. Ich kann gar nicht warten, ihnen den Film zu zeigen. Einer der Gründe, warum ich bei dieser Dokumentation mitmache, ist, damit sie immer eine Erinnerung haben, wie der ethnische Hintergrund ihrer Mutter ist.“

Für Christine stellte sich natürlich auch am Anfang ihrer Karriere die Frage, ob man mit einem polnischen Nachnamen entsprechend erfolgreich sein kann.

"Lenny, my next-door neighbour, suggested I change it to Chris Barnes, I said I didn't want to sound like a hockey player... The fact it is ethnic makes it interesting, and it is exactly who I am."

“Lenny, mein direkter Nachbar, schlug vor, ich solle mich “Chris Barnes” nennen. Ich sagte, das klingt wie der Name eines Hockey–Spielers. Das ethnische/polnische macht es doch gerade interessant und es ist genau das, was ich bin.“

Sie ist wer sie ist und ihr Ehemann beschreibt sie selbst als “einfach polnisch” („simple polish“).

Traditionen bleiben - Weihnachten feiert die Familie Cowles-Baranski in der polnischen Tradition von „Wigilia“ (ein vorgegebener Ablauf des Heilig Abend, entsprechendes Essen und Rituale wie das Zerteilen von Oblaten oder ein extra Gedeck zum Gedenken an die Verstorbenen).

Christine Baranski Biography"I had a lot of Polish culture in my young life. Now it resonates with me very deeply. I've lost my mom, my brother, my father died when I was 8. I have few connections to Buffalo, but my history and traditions are very much based on what I had as a little girl.”

Ich bin mit viel polnischer Kultur groß geworden. Das schwingt in mir jetzt intensiv nach. Ich habe meine Mutter verloren, meinen Bruder, mein Vater starb, da war ich 8 Jahre alt. Ich habe nur noch wenig Verbindung nach Buffalo, aber meine Geschichte  und Tradition gründet sich genau darauf, was ich als kleines Mädchen erlebt habe.“

Wurzeln spüren! 2005 verstirbt Christines Mutter und plötzlich sind Erinnerungen das einzige Paradies, aus dem man nicht vertrieben werden kann. Vielleicht rührte sie deshalb das Filmskript zu Tränen.

So wie sich die Geschichte ihre Ursprungsfamilien nun beendet hat, verschwinden Traditionen ihrer Kindheit. Es bleibt ein wehmütiger Blick zurück und ein stolzer auf jene, die nun die nächste Generation sein werden.

Immer häufiger sieht man Christine bei öffentlichen Auftritten in Begleitung ihrer Töchter, die den „roten Teppich“ ebenso souverän absolvieren wie ihre Mutter.

Isabel schreibt unter anderem für Dulcinea.com und hat ihren eigenen Internetblog „Taste“, in dem sie über Kochrezepte und ökologisch vertretbare Lebensmittel resümiert und Lily absolviert zurzeit ihr Studium in Princeton.

 
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